Werksbilder  -  Ankerwerke 21"'

 
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A.Lange & Söhne (Glashütte, Deutschland)

Kaliber

Gesamt Ø
Höhe
Steine
Frequenz
Gangreserve
Antriebsart
Hemmung



Hersteller
Herstellung
Stückzahl
Typ
Platine / Brücken
Funktionen





Ausstattung




Qualitätsausführung
   48.1

  
48 mm (21¼"')
   8.50 mm
   16 / 20
   18.000 A/h (2.5 Hz)
   36 Std.
   Handaufzug
   • Schweizer Anker, Échappement à ancre à ligne droit
   • Breguet-Spirale (gebläut)
   • Bimetallische Unruh (Nickel-Stahl, geschlitzt), 2-schenklig,
      Masseschrauben
  
A. Lange & Söhne
   1940-1971
   7874
   Ankerwerk
   • Uhren-Messing, vergoldet; Savonnette
   • Stunde
   • Minute
   • Zentralekunde
   • Kleine Sekunde auf "3"
   • Gangreserve auf "9"
   • Zeigerstellung durch Hebel / Drücker
   • Indirekte Sekunde
   • Federhaus mit
Malteserkreuz-Stellung
   • 3 Chatons aus Gold

   • Schwanenhals-Feinregulierung
   • Unruhkloben mit Deckstein
   • Alle Brücken und Kloben angliert

   • Alle Stahlteile poliert
   • Schraubenköpfe hochglanzpoliert / gebläut
   • Perlierte Grundplatine
   • Grainierte Werksoberflächen

   Flieger Beobachtungsuhr.

   Beauftragt mit der Fertigstellung der B.-Uhr Luftwaffe waren folgende
   Firmen:
      - A. Lange & Söhne, Glashütte/Sa.;
      - Deiter, Essen;
      - Felsing, Berlin;
      - Fischer und Trabant, Pforzheim;
      - Institut für Uhrentechnik und Feinmechanik, Hamburg-Harburg;
      - Näher und Schätzle, Pforzheim;
      - Schätzle und Tschudin, Pforzheim;
      - Schiron, Stuttgart;
      - Schlosser-Lago, Wien; später Metall-Lago, Wien;
      - Steinbiss, Schwäbisch Gmünd;
      - Storz, Pforzheim; Tietz, Kiel;
      - Uhrmacherschule Karlstein;
      - Wempe, Hamburg

A.Lange & Söhne Kaliber 48.1


Gutkaes & Lange (Dresden, Deutschland)

Kaliber

Gesamt Ø
Höhe
Steine
Frequenz
Gangreserve
Antriebsart
Hemmung


Hersteller
Herstellung
Stückzahl
Typ
Platine / Brücken
Funktionen



Ausstattung




Qualitätsausführung
   48

  
48 mm (21¼"')
   8.50 mm
   20 (incl. 1 Diamant)
   18.000 A/h (2.5 Hz)
   36 Std.
   Handaufzug
   • Steinanker
   • Breguet-Spirale (gebläut)
   • Bimetallische Unruh, geschlitzt), 2-schenklig, Masseschrauben
   Gutkaes & Lange; A. Lange & Cie

   1867-1872
   ?
   Ankerwerk
   • Uhren-Messing, vergoldet; Savonnette
   • Stunde
   • Minute
   • Kleine Sekunde
   • Zeigerstellung durch Hebel / Drücker
   • Federhaus mit
Malteserkreuz-Stellung
   • 3 Chatons aus Gold

   • Langer Rücker
   • Ankerradtrieb mit Deckstein, verschraubt
   • Unruhkloben mit Diamant-Deckstein
   • Alle Brücken und Kloben angliert

   • Alle Stahlteile sowie das Ankerrad poliert
   •
Unruhkloben von Hand graviert
   • Schraubenköpfe hochglanzpoliert / gebläut
   • Grainierte Werksoberflächen

A.Lange & Cie Nr.5072 ("Adolph Lange Dresden 5072")


VEB Mechanik Lange & Söhne (Glashütte, Deutschland)

Kaliber

Gesamt Ø
Höhe
Steine
Frequenz
Gangreserve
Antriebsart
Hemmung



Hersteller

Basis
Herstellung
Stückzahl
Typ
Platine / Brücken
Funktionen




Ausstattung



Qualitätsausführung
   48

  
48 mm (21¼"')
   8.50 mm
   16 / 20
   18.000 A/h (2.5 Hz)
   36 Std.
   Handaufzug
   • Schweizer Anker, Échappement à ancre à ligne droit
   • Breguet-Spirale (gebläut)
   • Bimetallische Unruh (Nickel-Stahl-Guillaume, geschlitzt),
      2-schenklig, Masseschrauben
   VEB Mechanik Lange & Söhne (1940-1951); VEB Glashütter Uhren-
   betriebe (1951-1968)
   OLIW (Original - Lange Internationales Werk) Kaliber 90

   1940-1968
   9323
   Ankerwerk
   • Uhren-Messing, vergoldet; Savonnette
   • Stunde
   • Minute
   • Kleine Sekunde auf "3"
   • Gangreserve auf "9"
   • Zeigerstellung durch Hebel / Drücker
   • Federhaus mit
Malteserkreuz-Stellung
   • 3 Chatons aus Gold

   • Schwanenhals-Feinregulierung
   • Unruhkloben mit Deckstein
   • Alle Brücken und Kloben angliert

   • Alle Stahlteile sowie das Ankerrad poliert
   • Schraubenköpfe hochglanzpoliert / gebläut
   • Perlierte Grundplatine
   • Grainierte Werksoberflächen


   Marine Beobachtungsuhr.

   Basierend auf dem in den 1920ern entwickelte OLIW Kaliber 90, das wegen seiner
   Regulierungsproblemen auf Grund dessen Flachheit eingestellt worden war,
   wurde das Kaliber 80 von 1937 bis 1940 im Auftrag des Deutschen Militärs ent-
   wickelt: für eine maximale Gangabweichung von 1 Sekunde in 24/h wurde das
   Werk vergrößert und neu aufgebaut. Das Differentialgetriebe für die Gangreser-
   veanzeige befindet sich zwischen oberer und unterer Platine, neben dem Feder-
   haus. Für die Befestigung der Endkurve der Breguet-Spirale kam die bereits 1920
   für die Firma A. Lange & Söhne in Deutschland als DRGM Nr.748971 eingetrage-
   ne und in der Schweiz unter der Nr.90340 patentierte Spiralklötzchenbefestigung
   zum Einsatz. Die Hemmung wurde mit einem Schweizer Anker ausgestattet:
   offene Paletten und einer verlängerten Eingangsklaue, deren Weg durch zwei, in
   der Platine befestigten exzentrische Regulierstifte begrenzt wird. Die verantwort-
   lichen Dienststellen der Kriegsmarine und der Luftwaffe forderten die Rohwerke,
   die in Fremdvergabe remontiert werden sollten, je nach Bedarf  von Lange &
   Söhne in verschiedenen Fertigungsstufen von Einzelteilen bis zu kompletten Roh-
   werken ab. Zu liefern waren diese Rohwerke in der Regel  nach Gesundbrunnen,
   einem kleinen Ort etwa 10 km vor Glashütte, wo sich, vor Bombenangriffen
   sicher, das Großlager der Deutschen Seewarte befand. Von dort aus wurden die
   Rohwerke, entsprechend der Leistungsfähigkeit, zu den verschiedenen Remon-
   tagebetrieben im ganzen Reichsgebiet verteilt. Folgenden Firmen wurden von
   den zuständigen militärischen Stellen aufgrund der in Glashütte beschränkten
   Möglichkeiten der Vollendung von 1941-1945 zusätzliche Remontagearbeiten
   an B-Uhren übertragen:
      - Firma Andreas Huber, München-Berlin (ab Oktober 1943 Untergrainau);
      - Alpina, (1942 Dugena) Deutsche Uhrmacher-Genossenschaft Berlin;
      - Firma Felsing, Berlin;
      - Chronometerwerke Wempe, Hamburg;

   Nach 1951 wurden in der ersten Hälfte der 1950er Jahre von dem VEB Glashütter
   Uhrenbetrieben eine 20-steinige Variante in geringer Stückzahl, hauptsächlich für
   den Export gefertigt. Dabei wurden der Anker und das Ankerrad mit jeweils zwei
   zusätzlichen Decksteinen (synthetische Rubine) versehen, sowie gegenüber der
   16-steinigen Variante der Ankerkloben verändert.

Lange & Söhne Kaliber 48

 
 

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