Werksbilder  -  Elektromagnetische-Hemmung 18"'

 
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Hamilton Watch Company (Lancaster, Pennsylvania, USA)

 
Kaliber    992B "Clifford magnetic escapement"

Hamilton Kaliber 992B Nr.C390218 - Mit freundlicher Genehmigung des Auktionshauses Bonhams

   
Gesamt Ø    43.18 mm (18"')
Höhe    ? mm
Steine    17
Frequenz    ?
Gangreserve    ?
Antriebsart    Handaufzug
Hemmung    • Clifford Magnet-Hemmung (Patent GB-759581 v.15.07.1950)
Hersteller    Hamilton Watch Co; Horstmann Clifford Magnetics Ltd., of Bath (England)
Herstellung    1950
Basis    Hamilton Kaliber 992B modifiziert
Stückzahl    2 (Prototyp-Status)
Typ    Mechanisch mit magnetischem Resonator
Material    • Uhren-Messing, rhodiniert; Stahl
Funktionen    • Stunde
   • Minute
   • Kleine Sekunde auf "6"
Ausstattung    • Zeigerstellung durch Ziehen der Krone
   • "Mumetal"-Hemmungsrad mit Feder-Resonator

   • Stoßsicherung
Qualitätsausführung    • Alle Brücken und Kloben angliert
   • Alle Stahlteile hochglanzpoliert und angliert
   • Schraubenköpfe hochglanzpoliert
   •
Federhausplatine mit Streifenschliff
   
  Cecil F.Clifford, BSC, FBHI entwickelte Anfang 1938 und während des 2.Weltkriegs einen enormen Überraschugsvorteil bei Seegefechten: als "Top secret" zur Tarnung für scharfe, "tickende" Torpedos gedacht, entwickelte er mit der Magnet-Hemmung eine stumme Überraschungswaffe. Ohne das Ticken der scharf eingestellen Torpedos, waren diese nicht mehr so einfach zu orten. Die Briten gewannen nach der erfolgreichen Anwendung der ASDIC-Unterwasserortung die Oberhand gegen U-Bootangriffe des Nazi-Regimes und konnten mit der Erprobung einer stillen Zeitmessung dessen Erfolg ausbauen.
Die Theorie war recht einfach: ein Hemmungsrad aus einer magnetisierbaren Legierung ("Mumetal") wurde zwischen zwei Leitern in Schwingung gebracht.
Nach zahlreichen Vorstellungen für Uhren sowie Großuhren fand er Interesse bei der Firma Horstman Gear Ltd, Hersteller von mechanischen Großuhren. Daraufhin wurde 1948 die Firma Horstmann Clifford Magnetics Ltd. gegründet, um mit der Produktion von Armbanduhren sowie Großuhren zu beginnen. Anzunehmenderweise war die Herstellung zu teuer und es wurde lediglich Lizensierungen angeboten. Es stellte sich auch später heraus, daß die nachteilige Staubanfälligkeit die größte Beeinträchtigung darstellte, obwohl diese magetische Hemmung als sehr zuverlässig galt.
Der damals US-ansässige Uhrenhersteller Hamilton Watch Company sendete 2 Uhren des Typs 992B nach England zur Modifizierung mit dieser magnetischen Hemmung. Es kam allerdings weder zur einer Lizensierung noch zu einer Produktion.
Die Horstmann Clifford Magnetics Ltd produzierte erfolgreich elektrische Großuhren und konnte mit der Stimmgabel-Technik nach 1952 großen Erfolg verbuchen. Dessen Stimmgabel-Technik aus den 1960ern ähnelte stark den Hamilton-Prototypen. Mit Aufkommen der Quartz-Ära war diese Technik allerdings obsolet geworden.
 
 

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